Neuigkeiten

27.06.2018, 18:51 Uhr
Gelebte Demokratie in der Stadt Oldenburg

Einmal über den Tellerrand des eigenen Wirkungskreises zu schauen stand hinter der Idee, mehr über die demographischen Errungenschaften und Fortschritte in der Stadt Oldenburg zu erfahren.
Wie sieht es konkret bei uns im Landkreis oder der Stadt Oldenburg aus?
Welche Maßnahmen werden ergriffen und wie sehen die Auswirkungen aus, wie ist die Reaktion der Bevölkerung dazu?
In welchen Bereichen ist der größte Handlungsbedarf zu erwarten, mit welchen Angelegenheiten hätten wir bereits gestern starten müssen und stellen wir eigentlich die richtigen Weichen für die Zukunft?
Frau Jungkunz, Sozialplanerin der Stadt Oldenburg informierte die Mitglieder des Vorstandes der Senioren-Union in einem interessanten Vortrag über die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Maßnahmen der Stadt, die auf dem Gebiet Demographie und des demographischen Wandels auf der Agenda stehen.
Die Stadt Oldenburg hat eine Stabsstelle „Strategische Sozialplanung-Demographie-Soziales“ geschaffen. Die Devise lautet „Oldenburg für alle… Generationengerechtigkeit in unserer Stadt“.
So war das Thema unserer Vorstandssitzung am 14.Juni im Neuen Rathaus der Stadt Oldenburg
„Gelebte Demographie in der Stadt Oldenburg“.
Zu diesem Themenkreis konnten wir nachfolgende Referenten/Innen für einen Vortrag mit anschließender Diskussion im Neuen Rathaus in Oldenburg gewinnen:
Frau Jungkunz Strategische Sozialplanung Demographie der Stadt Oldenburg…
Frau Oltmer Koordinierungsstelle Altenhilfe
Herr Bunjes Vorsitzender des Seniorenbeirates Stadt Oldenburg
Für Frau Jungkunz ist Demographie sowie demographischer Wandel:
„Ein Oldenburg für alle und in jedem Lebensalter“.
In diesem Fall bedeutet für sie „Inklusion ein Mitmachen…Dabeisein…Mitgestalten…sich einbringen“,
also gesellschaftliche Teilhabe und Mitwirkung in allen Lebensbereichen.
Inklusion in Oldenburg heißt deshalb:
-Respekt und Wertschätzung…
fühlen sich alle Bürger wertgeschätzt und respektiert?
-Vielfalt der Menschen im Blick…
wird die angebotene Vielfalt von den Bürgern als Bereicherung begriffen?
-Beteiligung…alle Lebensbereiche berücksichtigen…
gibt es Beteiligung und Mitsprache der Betroffenen um die es bei einer Maßnahme geht?
-Selbstbestimmung…beteiligungsorientiert
besteht bei Aktionen auch Selbstbestimmung und gibt es eine Wahlfreiheit, die die Beteiligten wahrnehmen?
-Gleichberechtigung…integrierte Planung und Umsetzung
sind alle gleichberechtigt und werden die Menschenrechte beachtet?
-Einfühlungsvermögen…Einbindung in städtische Strategien
ist das Einfühlungsvermögen in geplante Maßnahmen/Situationen aller Beteiligten vorhanden?
-Sozialraum…Quartiersorientierung
werden die individuellen Mittel, Gegebenheiten, Merkmale etc. der Beteiligten erkannt und berücksichtigt?
-Gestaltung für alle…Barrierefreiheit
wird bei entsprechenden Maßnahmen Verständnis für diese Erfordernisse gezeigt und letztlich auch umgesetzt?
Der Demographische Wandel
Dieser gehört zu den Megatrends unserer Zeit wie:
Globalisierung-Klimawandel-Digitalisierung-neue Mobilität-Demographischer Wandel.
Demographie als Chance, Auszüge aus dem Bürgerforum Oldenburg:
Wohnen und Quartiersentwicklung: -Kreative Quartiersentwicklung -Gemeinschaftliches Wohnen
Günter Reise
Webskamp 12
26197 Großenkneten
 04435 5165
 loreguenterreise@gmx.de
Großenkneten, 21.06.2018
Kreisvereinigung
Oldenburg-Land
Senioren
Union
C D U
Öffentlicher Raum, Freizeit und Mobilität: -Kreative, generationsübergreifende und barrierefreie Treffpunkte schaffen -Interkulturelle, generationenübergreifende Kommunikation -Gestaltung der öffentlichen Verkehrsräume Soziales und Gesundheit: -Inklusion – Vielfalt sichtbar machen -Aufsuchende Beratung -„Hier ist meine Heimat, da bin ich zu Hause“ Arbeit und Beschäftigung: -Arbeitgeber zum Thema demografische Entwicklung und Vielfalt sensibilisieren -Schaffung sozialer Netzwerke
Vor einigen Jahren war Oldenburg die Stadt der drei „T“ „Talente, Toleranz, Technologie“, nun ist ein viertes T „Tradition“ hinzugekommen.
Aus einer gemütlichen Großstadt soll nun eine zukunftsfähige und innovative Stadt mit neuer Urbanität werden.
Ein sehr hehres Ziel.
Oldenburg soll nicht neu erfunden werden, sondern soll seine Entwicklungschancen nutzen. Ein Stadtentwicklungsplan ist deshalb auf den Weg gebracht worden, der die Mitarbeit kreative „Köpfe“ aufruft mitzumachen und um der Stadt ein entsprechendes zukunftsweisendes Gesicht zu geben.
Einige Perspektiven sind:
-die Übermorgenstadt
eine gute Zusammenarbeit von Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft, ein starker Verbund aus Bildung,
Forschung und Arbeit.
-Wissenschaft und Kultur auf internationalem Niveau
Oldenburg hat eine gute, umfassende Kultur mit seinen vielseitigen Einrichtungen, Theater, Museen,
Sport etc.
-Soziale Verantwortung für eine urbane Zukunft
an der Entwicklung und Gestaltung der Stadt sollen alle teilnehmen, unabhängig von Herkunft,
Geschlecht, Behinderung, Alter, Lebensform, Gesundheit oder Einkommen.
-Urbanität durch Konzentration, Mischung und Dichte
Oldenburg hat eine ansprechende Innenstadt mit Flair und Qualität, ebenso lebenswerte Stadtteile mit
einer lebendigen Vielfalt.
Weitere Schwerpunkte sind:
Neues Wohnen in der Mitte, urbane Freiräume, dem klassischen Erbe verpflichtet, Technologie als Motor für Wirtschafts- und Stadtentwicklung, Mobilität der kurzen Wege etc.
Die Stadt Oldenburg ist mit seinen Planungen und zu ergreifenden Maßnahmen von den Bürgern und mit den Bürgern auf einem guten Weg. Sicherlich auch mit dem Potential, dass sich einiges auch auf das Umland und somit auf den Landkreis Oldenburg auswirken kann.
Ein umfassendes Bündel guter Grundsätze. Bei entsprechender Mitwirkung der Beteiligten und der Umsetzung durch die Verantwortungsträger, ist dies ein guter demokratischer Beweis für eine gedeihliche Zusammenarbeit.
Referentin Frau Oltmer…Koordinierungsstelle Altenhilfe
Für Frau Oltmer sind die Arbeitsschwerpunkte und Ziele ihrer Tätigkeit:
-Fachübergreifende Zusammenarbeit zur Förderung einer seniorenfreundlichen Stadt Oldenburg
-Ausschöpfen aller Potentiale der im Bereich Altenarbeit tätigen Personen
-Wegweisende Erschließung neuer Bedarfe, Entwicklungen und Fernziele.
Nachfolgende Arbeitsfelder werden durch die Koordinierungsstelle erfüllt:
-Planung und Steuerung der kommunalen Altenhilfe
-Geschäftsführung des Senioren- und Pflegestützpunktes Niedersachsen der Stadt Oldenburg
-Einführung, Begleitung und Förderung stadtteilorientierter Altenhilfe
-Herausgabe einer sozialen Landkarte
-Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit
-Mitarbeit an/in diversen fachspezifischen Arbeitskreisen
-Mitarbeit an/in diversen fachspezifischen Arbeitskreisen:
zum Beispiel Runden Tischen, Gremien und Netzwerken
Bei der stadtteilorientierten Altenhilfe werden vorrangig Projekte unterstützt, die
-zu einer Verbesserung der Lebenslagen Älterer in ihrer sozialräumlich nahen Umgebung und
-zu einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität beitragen, sowie
-längerfristig eine alten – und bedürfnisgerechte Versorgungsstruktur aufbauen.
Angebote für Ältere
Senioren- und Pflegestützpunkt, zentrale Anlaufstelle für alle Bürger/Innen zu den Themen:
-Älterwerden, Wohnen, Mobilität und Pflege für alle Altersgruppen
-Information, Hilfe und Beratung:
Vermittlung ehrenamtlicher Hilfen
Begleitung durch ehrenamtliche Personen
Vernetzung und Kooperation
Veranstaltung und Vorträge.
-Beratung
Pflegebedürftigkeit
Ambulante Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege, Pflegeeinrichtungen, Essen auf Rädern, Leistungen aus
der Pflegeversicherung etc.
Alter und Wohnen
Fragen zur Lebens- und Alltagsbewältigung, ehrenamtliche Hilfen, Seniorenbegleitung, Wohnberatung,
Heimwerkerdienst, Unterstützung und Hilfe zu Hause, bis zuletzt zu Hause etc.
Referent Herr Bunjes…Vorsitzender des Seniorenbeirates Stadt Oldenburg
Seniorenvertretungen in den Kommunen sind eine Bereicherung für ältere Bürger/Innen sowie für die
Verantwortlichen im Rat und Verwaltung und agieren im Vorfeld von Entscheidungen und anstehenden
Maßnahmen der Verantwortlichen.
-Beratung, Empfehlung, Stellungnahmen zu Maßnahmen des Stadtrates und der Verwaltung,
-Information ratsuchender Bürger und Stadtteilsprechstunden
-Unterstützung bei Themen
Gesundheit, Soziales, Mobilität, Wohnprojekte, Freizeitgestaltung
-Mitwirkung in verschiedenen Ratsausschüssen, Runden Tischen etc.
-Notfalldose „Mein Notfall-Info-Blatt“
Wichtige Infos für den Ersthelfer oder Notarzt:
Name, Adresse, Krankheiten, Medikamente, Pflegedienst, Patientenverfügung etc.
Aufkleber für den „Kühlschrank“, das meistgenutzte Möbelstück im Haushalt.
Die Notfalldose kostet 2,-€.
Die Vorträge von Frau Jungkunz, Frau Oltmer und Herrn Bunjes sowie der anschließende Meinungsaustausch im Neuen Rathaus in Oldenburg haben gezeigt, dass es für die eigene Arbeit vor Ort gut ist, einmal „über den Tellerrand seiner Wirkungsstätte zu schauen“.
Mit einem kleinen Präsent der Senioren-Union Oldenburg-Land bedankte G. Reise sich bei den Referenten/Innen.