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02.10.2018, 13:22 Uhr
Von der Wichtigkeit des Ehrenamtes…
…ein Besuch der FTZ „Feuerwehrtechnische Zentrale“ in Ganderkesee

Die Bereitschaft Hilfe und Unterstützung anderen Menschen zuteilt werden zulassen, ein freiwilliges, kostenloses Engagement für die Gesellschaft, das ist das Ehrenamt in Deutschland. Über 20 Millionen Menschen üben eine ehrenamtliche Tätigkeit ohne Bezahlung aus. Sie betreuen Kinder und Erwachsene in verschiedenen Vereinen, helfen Senioren in ihrem häuslichen Umfeld oder in Seniorenheimen bei der Bewältigung ihres täglichen Lebens, arbeiten in unterschiedlichen Hilfsorganisationen so auch bei der Feuerwehr.

Es vergeht kein Tag, an dem die Frauen und Männer der Feuerwehr nicht zur Hilfe gerufen werden, uns aus der einen oder anderen misslichen Lage befreien oder bei einem Verkehrsunfall helfend und rettend zur Stelle sind.

So besuchten am 26.September die Mitglieder des Kreisvorstandes der Senioren-Union Oldenburg-Land die FTZ „Feuerwehrtechnische Zentrale“ des Landkreises in Ganderkesee, um einmal hinter die Kulissen der Feuerwehr zu schauen und dabei die vielfältigen Aufgaben sowie die Ausbildung bei der Feuerwehr kennen zu lernen.

Der Landkreis Oldenburg ist gemäß eines Brandschutzgesetztes zur Einrichtung und Unterhaltung einer Feuerwehrtechnischen Zentrale „FTZ“ verpflichtet, die seit einigen Jahren an der Westtangente in Ganderkesee beheimatet ist.

Für über 30 Freiwillige Feuerwehren des Landkreises Oldenburg prüft und wartet die FTZ sämtliche Einsatzfahrzeuge und feuerwehrtechnische Gerätschaften und bei Bedarf werden diese auch repariert.

Die FTZ ist in verschiedene Fach- und Aufgabenbereiche gegliedert. Die einzelnen Fachbereiche sind:

-Atemschutz- und Funkwerkstatt

-eine Fahrzeug- und Gerätewerkstatt

-und eine zentrale Schlauchpflege für den gesamten Schlauchbestand der Feuerwehren im Landkreis.

Ein bedeutender Teil der FTZ in Ganderkesee nimmt die Ausbildung der Feuerwehrfrauen und Männer ein.

Erst eine umfangreiche Ausbildung macht aus einem Normalbürger eine für den Einsatz geeignete Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann. Vor jeder Ausbildung steht aber eine gründliche gesundheitliche Untersuchung bei einem autorisierten Arzt oder Amtsarzt.

Diese Untersuchungen müssen in bestimmten Zeitabschnitten wiederholt werden, damit sie gesund und fit für die Wahrnehmung ihrer nicht selten sehr schweren Aufgaben „psychisch und physisch“ sind.

Die Ausbildung ist sehr umfangreich und beinhaltet viele einzelne Lehrgänge, die in der Freizeit absolvierte werden müssen:

-Truppmann Lehrgang Teil I 5 Tage

-Maschinisten Lehrgang 5 Tage

-Sprechfunker Lehrgang 2 Tage

-Atemschutzgeräteträger Lehrgang 4 Tage

-ABC-Grundlehrgang 3 Tage

-Sonderschulungen an neuartigen Geräten

-Laufende Ausbildung im Rahmen "Patientengerechtes Retten"

-Nachschulung / Ausbildung Digitalfunk.

Für diese Ausbildung stehen neben dem entsprechen Lehrpersonal, moderne Unterrichtsräume und auch viele unterschiedliche Schulungsmittel zur Verfügung. Auch hier zeigt eine kleine Auflistung die verschiedenen Ausbildungshilfen:

-Modelle von Feuerlöschpumpen und wasserführenden Armaturen,

-Modelle von verschiedenen Atemschutzausrüstungen

-Geräte zur Darstellung verschiedener Brände und Schadstoffwirkungen

-Atemschutzübungsanlage

Sehr beeindruckend. Hier sind sehr unterschiedliche Räumlichkeiten „Käfige“

nachgebildet, in denen die Feuerwehrleute unter Atemschutz und in totaler Dunkelheit von einem

Käfigform“ in eine andere „Käfigform“ kriechen müssen. Eine absolut gewöhnungsbedürftige Übung,

in der so mancher „Raumangst und Beklemmung“ bekommt, da ein bestimmter Zeitfaktor „Inhalt der

Luftdruckflasche ~ 30 Minuten“, jeden Übenden im Nacken sitzt.

-Schaumübungsanlage

-Brandhausmodell zur Demonstration von Überdruckbelüftungen

-Wärmebildkamera

-Nebelmaschine

-Außenanlage mit Tiefenpumpe, Löschbrunnen, Unter- und Oberflurhydrant

-Übungsturm mit Steigleitung etc.

Die FTZ betreut auch Fahrzeuge der Polizei, der Malteser, der Johanniter, des THWs und anderer gemeinnütziger Organisationen.

Das ehrenamtliche Engagement hat eine große Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bei der gesellschaftlichen Akzeptanz bezüglich dieses ehrenamtlichen Engagements der Feuerwehrfrauen und Männer, nehmen diese mit über 90% stets den Spitzenplatz ein.

Wir danken dem Leiter der FTZ Herr Karsten Bilger für seine sehr eindrucksvolle Führung der Einrichtung in Ganderkesee, wünschen ihm und seinen Mitarbeitern, dass sein Ehrenamt weiterhin die nötige gesellschaftliche Unterstützung und Anerkennung erfährt.

 

Günter Reise