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20.06.2019, 11:02 Uhr
Besuch „Haus des Hörens“

Um als Mensch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, zählen die elementaren Lebensqualitäten für uns Mensch das „Sehen und Hören“. Dennoch nehmen wir diese beiden wichtigen gesundheitlichen Voraussetzungen für eine uneingeschränkte Teilhabe in der Gesellschaft meistens als gegeben hin. Besonders das Hören wird nicht selten als Sinn zweiter Klasse betrachtet, das Sehen hat hier bereits einen höheren Stellenwert. Erst wenn das uneingeschränkte „Hören und Sehen“ nicht mehr so vorhanden ist, merken wir deren elementare Bedeutung für unser tägliches Leben. Für uns Senioren war es deshalb ein Anliegen, etwas mehr über als Phänomen „hören“ zu erfahren. So erfuhren die Teilnehmer von Herrn Exter, Mitarbeiter im Haus des Hörens, dass in diesem „Haus“ nachfolgende Institute, Einrichtungen etc. ihre praktische und wissenschaftliche Arbeit verrichten:

Das Hörzentrum Oldenburg
Dies ist ein wichtiges Unternehmen auf dem Gebiet der Hörforschung und der fachgerechten Bewertung von Hörgeräten Deutschland. Die Mitarbeiter arbeiten an der Verbesserung der Hördiagnostik sowie an der Wiederherstellung des Hörens hörgeschädigter Menschen.
Die Abteilung Medizinische Physik der Universität Oldenburg Dies ist eine Arbeitsgruppe, die die Funktionsweise des Hörens und der Sprache sowie Prozesse der medizinischen Signalverarbeitung im menschlichen Gehirn erforscht. Der Studiengang Hörtechnik & Audiologie der Fachhochschule Oldenburg Dieser Studiengang besteht seit 2000 und zählt zu den „Leuchttürmen“ der Hochschullandschaft in Deutschland. Absolventen erwerben sowohl technische als auch medizinisch-audiologische und pädagogische Kenntnisse, die ihnen für ihre späteren Tätigkeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern helfen. Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT -Institut für Digitale Medientechnologie- Dies Institut erarbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie. Ein Feld der angewandten Forschung sind die Vorhersage und Verbesserung von jedweder Sprachverständigung.
HörTech gGmbH Diese Einrichtung für Hörgeräte-Systemtechnik gehört zum Hörzentrum Oldenburg sowie zur Universität Oldenburg. Ihr gemeinnütziges Ziel ist es die Förderung von Wissenschaft und Forschung und die Gewinnung neuer Methoden und Erkenntnisse im Bereich des Hörens.
Testen von Hörsystemen Im „Haus des Hörens“ werden auf mannigfache Weise diese Systeme getestet, verschiedene Personen befragt und entsprechende wissenschaftliche Messungen für spätere Forschungen durchgeführt. Zu diesem Studienzweck benötigt das Hörzentrum Probanden“ um diese Werte zu erhalten.

Hörgeräte-Beratung
Steht eine Person vor der Entscheidung, Hörsysteme zu tragen oder sind sie mit Ihren eigenen Systemen nicht zufrieden, so besteht die Möglichkeit sich von Hörakustiker/Innen beraten zu lassen. Man kann seine Hörsysteme testen sowie die Einstellungen Ihrer eigenen Geräte überprüfen lassen.
Neugeborenen Hörscreening Nicht selten kommen Kinder mit einer angeborenen Hörstörung zur Welt. Eine nicht frühzeitig erkannte Schwerhörigkeit führt neben einer gestörten Sprachentwicklung auch zu Problemen in der sozialen Umwelt sowie ggf. auch in der intellektuellen Entwicklung. Das Haus des Hörens ist nicht nur ein Leuchtturm in der technischen-wissenschaftlichen sondern auch in der medizinisch-wissenschaftlichen Welt.

Prüfung des Hörvermögens und der Hörgarten
Die Möglichkeit im „Haus des Hörens“ nicht nur sein Hörvermögen testen zu lassen sondern auch ein bereits gekauftes Gerät an sein derzeitiges Hörvermögen anpassen zu können, kam bei den Teilnehmer positiv an.
Sehr interessant war auch der Gang durch den Hörgarten, ein Themenpark mit verschiedenen Exponaten rund ums Hören. Mit den unterschiedlichen Geräten aus dem Bereich „Hören und Gehört werden“ wird ein direkter sinnlicher Zugang zum Hören gemacht.

Der Hörgarten ist täglich von 9 – 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

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