Archiv

12.03.2016, 15:00 Uhr | Günter Reise
Mitgliederversammlung der Senioren-Union
CDU Kreisvereinigung Oldenburg-Land
„Wohin gehst Du Europa?“
Vortrag von Dr. Alexander Will
Gut Altona -

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so lautet in abgewandelter Form das poetische Zitat eines schottischen Dichters. So war es auch bei der Mitgliederversammlung der Senioren-Union der CDU Kreisvereinigung Oldenburg-Land in der vergangenen Woche. Der Vorstand hatte Herrn Dr. Alexander Will, Historiker und Islamwissenschaftler, zu einem aktuellen Thema „Wohin gehst Du Europa?“ eingeladen und erlebten einen interessanten, aufschlussreichen Vortrag.

Herr Dr. Will ist politischer Redakteur der Nord-West-Zeitung und bekannt durch seine profunde Kommentierung der aktuellen politischen Geschehnisse in Europa und dem Nahen Osten. Seine Stellungnahmen vermitteln dem Leser stets ein fundiertes Hintergrundwissen über die aktuelle politische Lage sowie den möglichen Auswirkungen auf Europa und die Welt. Mehr als 70 Mitglieder und Freunde der Senioren-Union folgten der Einladung und kamen erwartungsvoll ins Hotel-Restaurant Gut Altona, um aus berufenem Munde eine aufschlussreiche Analyse des „Status quo Europas“ und einer möglichen Zukunftsvision zu folgen. Die anschließende Diskussion bestätigte eindrucksvoll, dass die Zuhörer nicht enttäuscht wurden. Herr Dr. Will stellte in seiner Analyse sowie Prognose unter anderem nachfolgendes fest.

Nach Auflösung der Blockbildung am Ende des Kalten Krieges, kommen neue Probleme auf uns zu. So muss sich das Verhältnis zu Russland normalisieren. Die Ukraine ist nicht der Nabel der Welt und derzeit keine Demokratie im westlichen Sinne. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die soziale Marktwirtschaft über die sozialistische Planwirtschaft gesiegt hat. Die islamische Welt mit ihren Ressourcen „Öl“ ist wirtschaftlich wichtig, aber die Einwanderung von Millionen von Muslimen nach Europa birgt auch unvorhersehbare Folgen in sich. Militärisch ist die Europäische Union machtlos, nur mit der NATO, also mit den USA, sind wir stark. In Deutschland fehlt es der Bundeswehr an Akzeptanz und der nötigen Anerkennung für die Übernahme der Aufgaben, die sie weltweit für die UNO und somit für den Frieden auf der Erde erbringt. In Zukunft werden die weltweiten Aufgaben, die die Bundeswehr im Namen der UNO zu erfüllen hat mehr, so war im Nachgang die Abschaffung der Wehrpflicht sehr kurzsichtig.



                                              Mit freundlichen Grüßen 

Günter Reise