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09.04.2008 | NWZ
Medizinisches Zentrum auf Brachfläche?
KREISALTENHEIM CDU-Kreistagsfraktion macht sich Gedanken über Fläche an Goldenstedter Straße
FRAKTIONSCHEF HUBMANN WILL DAS THEMA IN DEN FACHAUSSCHUSS BRINGEN. DENKBAR WÄRE AUCH EIN IDEEN-WETTBEWERB FÜR DAS GRUNDSTÜCK.
Besuch im Kreisaltenheim: die CDU-Kreistagsfraktion mit Hans-H. Hubmann (2.v.r.) an der Spitze.

WILDESHAUSEN - Eine rasche Nutzung des brach liegenden Grundstücks am Kreisaltenheim in Wildeshausen fordert die CDU-Kreistagsfraktion. „Es ist endlich an der Zeit, die Verwendung des Geländes an der Goldenstedter Straße und Raiffeisenstraße zu beraten“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Linda Vietor. Nach Ansicht der CDU-Fraktion soll sich umgehend ein Fachausschuss des Landkreises mit der rund 9000 Quadratmeter großen, ungenutzten Fläche befassen. Die Fraktion mit Hans-H. Hubmann an der Spitze hatte sich am Kreisaltenheim informiert.

Die weitere Verwendung des Grundstücks, das dem Landkreis gehört, soll in jedem Fall mit den Heimbewohnern und der Nachbarschaft abgestimmt werden, sagte Hubmann. Denkbar wären an dieser Stelle ein Medizinisches Versorgungszentrum oder alternative Wohnformen für Senioren. Auch kann sich die CDU-Fraktion einen öffentlichen Ideenwettbewerb für die Fläche vorstellen. Sollte es wider Erwarten nicht zu einer zügigen Beplanung kommen, schlägt die CDU vor, das Grundstück in diesem Frühjahr herzurichten, damit es als „Oase im Grünen“ genutzt werden könne.

Birgit Plange, Leiterin des Kreisaltenheims, hatte die CDU-Kreistagsabgeordneten begrüßt. Insgesamt 60 Mitarbeiter pflegen und betreuen die Bewohner in dem Heim, in den benachbarten Wohngemeinschaften sowie in dem Haus für an Demenz Erkrankte. Insgesamt sei die Anzahl der zu Pflegenden auf fast 100 angewachsen. Dennoch sei der familiäre Charakter des Hauses nicht verloren gegangen, bestätigte auch Ex- Heimleiter Gerhard Schrader, der die Gruppe begleitete.

Plange rügte den zunehmenden bürokratischen Aufwand. Wie der Landtagsabgeordnete Ansgar Focke sagte, wird sich der Sozialausschuss des Landtages in nächster Zeit mit der Bürokratie in der Pflege befassen. Als willkommene Neuerung begrüßten die CDU-Politiker die Einführung des „begleitenden Dienstes“. Das bedeutet, dass eine Pflegekraft jeweils für drei Bewohner zuständig ist, wenn es um den Kontakt und dem Austausch mit Angehörigen, gesetzlichen Betreuern, Ärzten oder Behörden geht.